Wortlose Blutsauger
Es war wieder einmal etwas los in Aarau gestern Abend. Im Kiff luden die Zofinger Instrumentalisten von Leech und ihre Deutschen Kollegen von Long Distance Calliing zur Plattentaufe ihrer neuen Split-LP. Nachdem ich die beiden Bands dieses Jahr bereits einmal im Börömpömpöm in Oberentfelden erleben durfte, konnte ich dieses Highlight natürlich nicht auslassen. Damals haben mich vor allem Leech begeistert, wenn auch Long Distance Calling gut waren, jedoch ein weig mehr Melodie und Abwechslung gut getan hätten.
Diesmal war das anders, sie boten neues Material und haben sich klar gesteigert. Ihre Songs bauen sich langsam aber stetig wie eine gigantische Welle auf und krachen dann plötzlich in aller Härte zusammen, ohne jedoch die Zuschauer zu erschlagen - viel mehr kann man sich fallen lassen und wird von der Riesenwelle getragen bis die Welle immer kleiner und sanfter wird und am Strand als Brandung abflacht. Long Distance Calling haben es geschafft, ihre altbekannte Härte beizubehalten und gleichzeitig mehr Melodie und Abwechslung in ihre Songs zu bringen und so spannende Soundwelten zu schaffen. Es konnte also an diesem Abend schon nach der ersten Band nichts mehr schief gehen, denn Enttäuschung und ein Konzert von Leech sind Gegensätze an sich.
Als dann die Bühne für den Auftritt von Leech vorbereitet wurde, merkte man schnell, das sie das Highlight des Abends waren. Die Plätze vor der Bühne wurden knapp und man spürte, wie sehr sich die Leute auf den Gig freuten. Nur mit der einen Gitarre ging es dann gemächlich und bereits sehr atmosphärisch los. Nach und nach kamen die anderen Instrumente dazu und steigerten sich zu einem unglaublichen musikalischen Gebilde, zu grossartigen Soundwänden. Es ist Musik, zu der man einfach nur die Augen schliessen kann und sich tragen lassen darf; alles um sich herum vergessen kann und durch den Raum schweben. Während über einer Stunde spielten sie ohne ein einziges Wort zu sagen, doch genau das ist wohl der Sinn dieser Musik: es braucht keine Worte, um viel zu sagen.
Gespielt wurden hauptsächlich Titel aus ihrem letzten Album, doch auch älteres und ganz neues Material war dabei und das Publikum war begeistert, wenn sich die Gitarrenwände auftürmten, teilweise mit drei Gitarren gleichzeitig gespielt wurde, wenn ruhige, sphärische Klänge dominierten und wenn die Songs in härtere Parts übergingen, um danach langsam wieder abzuflachen und dabei niemals langweilig werden.
Fazit: die Erwartungen wurden nicht enttäuscht, viel eher noch übertroffen, vor allem von Long Distance Calling, die deutlich besser waren als beim letzten Konzert. Von beiden Bands gab es Musik, in die man sich stundenlang verlieren könnte, ohne dass es jemals langweilig würde. Und das alles ohne Worte...
10/10 Bluttropfen zur Unterstützung der "Bräme"-Population
Diesmal war das anders, sie boten neues Material und haben sich klar gesteigert. Ihre Songs bauen sich langsam aber stetig wie eine gigantische Welle auf und krachen dann plötzlich in aller Härte zusammen, ohne jedoch die Zuschauer zu erschlagen - viel mehr kann man sich fallen lassen und wird von der Riesenwelle getragen bis die Welle immer kleiner und sanfter wird und am Strand als Brandung abflacht. Long Distance Calling haben es geschafft, ihre altbekannte Härte beizubehalten und gleichzeitig mehr Melodie und Abwechslung in ihre Songs zu bringen und so spannende Soundwelten zu schaffen. Es konnte also an diesem Abend schon nach der ersten Band nichts mehr schief gehen, denn Enttäuschung und ein Konzert von Leech sind Gegensätze an sich.
Als dann die Bühne für den Auftritt von Leech vorbereitet wurde, merkte man schnell, das sie das Highlight des Abends waren. Die Plätze vor der Bühne wurden knapp und man spürte, wie sehr sich die Leute auf den Gig freuten. Nur mit der einen Gitarre ging es dann gemächlich und bereits sehr atmosphärisch los. Nach und nach kamen die anderen Instrumente dazu und steigerten sich zu einem unglaublichen musikalischen Gebilde, zu grossartigen Soundwänden. Es ist Musik, zu der man einfach nur die Augen schliessen kann und sich tragen lassen darf; alles um sich herum vergessen kann und durch den Raum schweben. Während über einer Stunde spielten sie ohne ein einziges Wort zu sagen, doch genau das ist wohl der Sinn dieser Musik: es braucht keine Worte, um viel zu sagen.
Gespielt wurden hauptsächlich Titel aus ihrem letzten Album, doch auch älteres und ganz neues Material war dabei und das Publikum war begeistert, wenn sich die Gitarrenwände auftürmten, teilweise mit drei Gitarren gleichzeitig gespielt wurde, wenn ruhige, sphärische Klänge dominierten und wenn die Songs in härtere Parts übergingen, um danach langsam wieder abzuflachen und dabei niemals langweilig werden.
Fazit: die Erwartungen wurden nicht enttäuscht, viel eher noch übertroffen, vor allem von Long Distance Calling, die deutlich besser waren als beim letzten Konzert. Von beiden Bands gab es Musik, in die man sich stundenlang verlieren könnte, ohne dass es jemals langweilig würde. Und das alles ohne Worte...
10/10 Bluttropfen zur Unterstützung der "Bräme"-Population