Thursday, August 28, 2008

Skandal im Basler Fussball

Heute wurde in der Aargauer Zeitung das nebenstehende Bild veröffentlicht und es werden damit schockierende Zustände im Schweizer Fussball aufgedeckt.
Der Basler Mittelfeldspieler V. S. (Name der Redaktion bekannt) ist darauf zu sehen, mit ausgestrecktem rechtem Arm. Und als ob dies nicht genug wäre, versucht er dabei auch noch, einem dunkelhäutigen Gegenspieler den Ellbogen in die Brust zu rammen. Nicht nur zutiefst unsportlich, sondern auch eine Szene von bestürzendem Rassismus.
Bekannt ist schon lange, dass sich viele Rechtsextreme schon seit Jahren in vielen Schweizer Fussballstadien herumtreiben. Doch nun scheint der Rassismus auch auf die Fussballfelder über zu greifen. Zustände, wie sie sonst nur von Italienischen und Osteuropäischen Ligen bekannt sind.
Wir sind sehr bestürzt über diesen Vorfall und vordern von den Verantwortlichen Stellen beim Basler Fussballclub und bei der Uefa sofortiges Handeln, um in Zukunft solche Geschehnisse zu unterbinden.

Aber nun weg von der Satire und zurück zum Thema Rassismus und Fussball. Ein Thema das heute noch immer viel zu aktuell ist, auch wenn die Vorfälle - vor allem in den grossen Europäischen Ligen - in den letzten Jahren und Jahrzehnten sicher abgenommen haben, vor allem was Vorfälle auf dem Feld betrifft. Vereine wie Lazio Rom, sowie auch mehrere Vereine der unteren Italienischen Ligen, haben auch heute noch Fankurven voller Neo-Nazis. Diese missbrauchen die Fanszenen als grosse Plattform, vor allem auch um neue Mitglieder zu rekrutieren.

Noch schlimmer ist die Situation in Osteuropa, wo viele Vereine grosse Probleme mit Rechtsradikalen Fanszenen haben. Ein erschreckenden Beispiel dafür ist der Russische Uefa-Cup Sieger Zenit St. Petersburg, dessen Fans sich auch schon in KKK-Masken zeigten und welches der einzige Russische Verein ist, der keinen einzigen dunkelhäutigen Spieler unter Vertrag hat. Auch der Gegner im Finalspiel hat in dieser Hinsicht eine bewegte Geschichte - und Gegenwart. Die Britisch-National orientierten Rangers haben bis 1989 nicht einen einzigen Spieler unter Vertrag, welcher sich offen als Katholik bekannte. Lange Zeit wurden neben nicht protestantischen auch nicht weisse Spieler von den Fans nicht akzeptiert und die Probleme mit Rassismus scheinen bis heute nicht gelöst, so ist zum Beispiel die Fanszene der Rangers ein belibtes Ziel für die Werbung neuer Mitglieder der BNP, einer rechtsradikalen Britischen Partei.

Doch selbst ein Verein wie Celtic, von dem sich fast alle Fans heute offen gegen Rassismus bekennen, hatte früher Probleme mit Rechtsradikalen im Stadion, selbst die berüchtigten "Affengeräusche" waren in den späten 80er und frühen 90er Jahren im Stadion zu hören. Doch hat es die Fanszene von Celtic aus eigener Kraft geschafft, diese Rechtsradikalen "Fans" aus dem Stadion zu verbannen. Und so habe ich es nie erlebt, dass Rassistische Äusserungen in der Celtic Fanszene geduldet wurden und durfte sogar miterleben, wie am Uhrencup 2007 beim Spiel Celtic - Basel ein Basler, der bei einer Gruppe Celtic Fans stand und lautstark rechtsradikale Parolen verkündete, von dieser Gruppe aus de Fankurve vertrieben wurde - der einzig richtige Weg! Denn Sport soll Menschen und Völker verbinden, unabhängig von Nationalität, Religion und Hautfarbe!


2 Comments:

Moe said...

Diesem Beitrag kann ich nur zustimmen.

Dieses Wochenende erwarten uns zwei absolute Highlights: FC Aarau - FC Basel! Und natürlich am Sonntag - THE OLD FIRM!

Orkneyöarna said...

Zwei Highlights und kein einziges gutes Resultat... was für ein scheiss Fussballwochenende :(