Friday, December 28, 2007

Winter, Schnee und Sonnenschein

Auch wenn bei uns hier gerade die Sonne beschlossen hat, wieder einmal durch die Wolkendecke zu gucken, werde ich mich morgen mit Kollegen aus dem Staub machen und eine höher gelegene Gegend aufsuchen - und zwar nach Engelberg in der Zentralschweiz.

Endlich werde ich wieder einmal Zeit haben, mich für eine ganze Woche auf der Piste auszutoben und das - hoffentlich - schöne Wetter zu geniessen. Natürlich werden wir dort auch gebührend das neue Jahr feiern, wie wissen wir allerdings noch nicht genau. Aber es wird uns schon noch etwas einfallen.

In der nächsten Woche sind also keine neuen Blogeinträge zu erwarten. Ich wünsche euch allen eine gute Zeit, hoffe auch ihr schafft es auf die Piste und wünsche euch natürlich einen guten Rutsch ins Jahr 2008...

Feiert schön... :)

Monday, December 24, 2007

Merry Christmas

Endlich ist er da - der Tag auf den Millionen von Kindern seit Wochen ungeduldig warten. Für mich ist die erste Familienfeier bereits ohne grössere Zwischenfälle überstanden und heute Abend wird dann zum ersten Mal unser Weihnachtsbaum zuhause angezündet - jedenfalls vorerst einmal die Kerzen...

Ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest. Geniesst die freien Tage, sofern für euch nicht wie für viele andere Weihnachten vor allem Stress und Streit bedeutet.

Best Regards
Swissbhoy

Saturday, December 22, 2007

Ola Barca

Wieder einmal Fussball. In der Schweiz ist im Moment Pause. Doch international kennt der Fussball keine Pause. Gestern war die Auslosung für die nächste Runde in der Champions League, und wie ihr wisst, hat sich auch Celtic dank freundlicher Unterstützung von Benfica qualifiziert.

An der Auslosung gab es für Celtic ein Hammerlos - FC Barcelona heisst der Gegner für den Achtelfinal. Und da das Rückspiel auf die erste Märzwoche festgesetzt wurde, in welcher ich frei habe, habe ich vor, ein weiteres Champions League Auswärtsspiel live mitzuerleben. Dazu noch als Bonus im grössten Stadion Europas...

Ich freue mich jetzt schon drauf...

Anstrengungen im Dezember

Der Dezember, letzter Monat des Jahres, Winterbeginn und normalerweise recht Kurz, dank Weihnachten und Neujahr. Doch auch ein kurzer Monat kann anstrengend sein. Privat lassen sich viele oft vom Weihnachtsstress packen. Das sehe ich zum Gück eher locker.

Doch die meisten Berufstätigen kennen wohl den Dezemberstress auch noch von der anderen Seite. Die Jahresziele sind wie jedes Mal zu hoch angesetzt, auch für die letzten Tage werden einem noch einmal richtig viel Arbeit aufgebunden. Dieses Jahr war es bei mir zum Glück nicht ganz so schlimm wie letzten Jahr, wo ich zwischen Weihnachten und Neujahr noch einen Tag arbeiten musste, damit unser Team die Ziele erfüllen konnte. Dieses Jahr hingegen waren wir unseren Zielen schon so weit hinterher, dass ein Erreichen nicht mehr möglich war. Vor allem aus einem Mangel aus Personal, welches wir nicht schnell genug rekrutieren konnten.

Im Geschäftsleben gibt es aber auch noch die andere Seite der Weihnachtsvorbereitung - die Geschäftsessen. Zumindest wenn man in einer so grossen Firma arbeitet wie ich, die anscheinend zu viel Geld übrig hat. Dieses Jahr gab es jedoch nicht wie letztes Jahr eine riesige Party mit etwa 500 Leuten, Luxusessen und Unterhaltung. Doch wir hatten ein luxuriöses Essen mit unserer Abteilung und ein weiteres mit unserem Team. Alles schön und gut und etwas, das man nicht alle Jahre geniessen darf. Aber leider auch anstrengend, vor allem, wenn man nach dem Essen noch nach Menziken zurückfahren muss und am nächsten Morgen wieder arbeiten darf. Und dies natürlich mitten im Dezemberstress.

Doch das alles liegt nun hinter mir und jetzt ist wieder einmal Zeit, zurückzulehnen und die Ruhe zu geniessen. Zumindest bis die Weihnachtsfeier mit der ganzen Familie beginnt.

In diesem Sinne: "E feine Schoggola!"

Wednesday, December 19, 2007

Filmreif

Stellt euch vor, ein ganz normales Gefängnis. Morgens werden die Zellen kontrolliert. Doch eine ist leer, keine Spur vom Häftling. Nur ein paar persönliche Gegenstände und ein Poster an der Wand erinnern noch an ihn.. Und keiner hat etwas gemerkt. Einige von euch wird diese Geschichte an etwas erinnern: Rita Hayworth and the Shawshank Redemption, ein Buch von Stephen King.

Genau daran haben sich nun aber auch zwei Insassen eines Gefängnisses ein Beispiel genommen. Am letzten Samstag, bei der Zellenkontrolle am Morgen, war von diesen beiden keine Spur mehr zu sehen. Und wie auch im Film zierten Poster mit "leicht bekleideten Damen" die Wand, die zwei Löcher verdeckt hatten. Das eine ging zur Nachbarzelle, das andere führte durch die Aussenwand in die Freiheit. Die beiden Häftlinge aus den benachbarten Zellen machten sich in den frühen Morgenstunden auf und davon, aus der Zelle auf ein Dach weiter unten und von da aus über eine Mauer auf den Weg.

Bis jetzt hat man sie noch nicht wieder gefunden. Vielleicht sollten sie einmal in Zihuatanejo an der mexikanischen Pazifikküste nachforschen...

Tuesday, December 11, 2007

Forza Celtic!!!

Bereits eine Woche ist vergangen seit dem Spiel in Mailand und ich werde nun hier den Bericht nachreichen. Bilder davon könnt ihr euch übrigens hier anschauen.

Letzten Dienstag, 4. Dezember 2007, um 07:30 Uhr morgens machte ich mich auf den Weg. Zuerst mit dem Bus, dann mit dem Zug ging es Richtung Luzern, wo ich von Steven und seinen Eltern abgeholt wurde. Unterwegs traf ich auch gleich noch einen alten Schulkollegen, welcher in Luzern studiert, es wurde mir also schon jetzt nicht langweilig. Ich war natürlich bereits komplett in grün-weiss gekleidet, von den Socken bis zum Schal, nur Hosen habe ich keine grün-weisse auftreiben können. Danach fuhren wir also mit dem Auto nach Mailand, wo wir etwa 2.5 h und ein paar Sprüchen der Zöllner - der wollte uns doch glatt zurückschicken ;) - und Kassierer der Bezahlstationen später auch ankamen. Steven und ich machten uns dann auf den Weg in Richtung Piazza del Duomo, wo sich die Celtic Fans vor dem Spiel trafen. Der Platz war bereits ziemlich voll und wir gönnten uns zuerst einmal ein Essen im Burger King, das wir mit ein paar Nordirischen Celtic Fans und einem !Rangers! Fan genossen. Dann gesellten wir uns zu den Celtic Fans auf dem Platz und genossen den Nachmittag.

Es wurde natürlich die ganze Zeit gesungen und gefeiert, und bald flog auch ein Fussball umher, den einige Fans aufgetrieben hatten. Bei jedem geglückten Kopfball wurde applaudiert und als die Polizei den Ball beschlagnahmte, war auch bald wieder ein neuer im Spiel. Wir trafen danach noch ein paar Jungs vom Blackforest CSC aus Süddeutschland und natürlich die Leute vom CSC Switzerland. Auch Martin haben wir gefunden, ein Schotte aus Glasgow, der uns die Tickets besorgt hatte. Die Party auf dem Platz ging natürlich weiter und sogar auf den Toiletten des Burger King wurden Celtic Songs gesungen. Und sogar einige Milan Fans trauten sich auf den Platz und wurden freundlich empfangen.

Nach diesem gelungenen Nachmittag machten wir uns auf den Weg zum San Siro. Da die Tramlinien zu diesem Zeitpunkt still standen (und erst noch orange bemalt waren), nahmen wir die U-Bahn. Natürlich war sie vollgestopft mit Celtic Fans und so wurde auch während der ganzen Fahrt wiederum gesungen. Wir mussten dann noch etwa einen Kilometer zum Stadion gehen, und die meisten von uns hatten irgendwie das Gefühl, man sei nach einem Grossartigen Spiel auf dem Heimweg. Und dann standen wir auch schon vor dem Stadion und das knistern einer grossartigen Champions League Night lag in der Luft. Das Stadion selbst ist wirklich eindrücklich, leider aber sehr veraltet, bis auf die Eingänge.

Als wir dann auf unseren Plätzen, auf der obersten Ebene, direkt hinter dem Tor, waren, wurde die Spannung immer grösser. Bevor das Spiel angepfiffen wurde, bekam Kaka noch den Goldenen Ball verliehen. Das Spiel an sich war dann ziemlich enttäuschend. Vor allem die erste Halbzeit war sehr langweilig, mit wenigen Chancen für beide Teams. Zum Glück stand uns Benfica bei und schoss bereits in der sechsten Minute ein Tor in Donesk. Der Jubel bei den Celtic Fans kannte dann keine Grenzen mehr als ein paar Minuten später auch das 2:0 in der Ukraine fiel und Celtic somit so gut wie weiter war. Im Spiel in Mailand fiel dann doch noch ein Tor, leider für Milan, und auch Celtic konnte, nachdem ein zweiter Stürmer eingewechselt wurde, mehr Druck auf das Tor aufbauen. Leider vergeblich.

So blieb es dann beim 1:0 für Milan und die Celtic Spieler gingen sichtlich enttäuscht vom Platz. Bei den Fans jedoch war der Jubel unglaublich gross, da Benfica das Spiel in der Ukraine gewonnen hatte und Celtic somit für das CL-Achtelfinale qualifiziert ist. Auch während wir noch im Stadion gehalten wurden, bis alle Milan Fans verschwunden wahren, ging die Feier weiter. Es wurde sogar noch You'll Never Walk Alone gespielt. Gänsehautstimmung pur! Und als wir dann endlich aus dem Stadion gelassen wurden, bekamen wir für das gute Benehmen ohne jegliche Zwischenfälle sogar noch Applaus von den Stewards und der Polizei. Viele Stewards bekamen auch Celtic Schals geschenkt und freuten sich mit uns. Natürlich hatten auch die Celtic Fans einen Applaus für das faire Verhalten der Stewards und der Polizei übrig. Genau so soll Fussball sein!!!

Alles in allem ein unglaublich gutes Erlebnis, ich freue mich schon auf das nächste Celtic Auswärtsspiel.

In diesem Sinne: "E feine Schoggola!"

Monday, December 03, 2007

Prepare for the Big Showdown

Es ist wieder einmal an der Zeit für einen Post über Fussball - auch aus aktuellem Anlass. Denn morgen werde ich mich auf den Weg nach Mailand machen, um unsere Bhoys beim letzten Spiel der Champions League Gruppenphase gegen den AC Mailand zu unterstützen, wie bereits hier bekannt gegeben.

Laut Plan werden wir gegen Mittag in Mailand ankommen und den Nachmittag mit hoffentlich tausenden anderen Celtic Fans, insbesondere den Leuten vom CSC Switzerland, geniessen. Ich bin jetzt schon ziemlich nervös wenn ich an das Spiel denke, schliesslich wird es mein erstes Champions League Spiel von Celtic sein, dass ich live im Stadion mitverfolgen kann.

In Bezug auf das Resultat bin ich eigentlich ziemlich zuversichtlich, denn Mailand ist bereits für die nächste Runde qualifiziert und wird auch im Bezug auf die Club-Weltmeisterschaft nächste Woche vielleicht einige Stars schonen. Dazu reicht uns bereits ein Unentschieden, um uns für die nächste Runde zu qualifizieren, ein Sieg würde uns sogar zum Gruppensieger machen. Falls wir verlieren sollten, so bleibt immer noch die Hoffnung auf Benfica, denn falls diese in der Ukraine gewinnen, ist Celtic auch bei einer Niederlage in den 1/8-Finals, sonst müssen wir halt mit dem UEFA-Cup vorlieb nehmen.

Auf jeden Fall freue ich mich unglaublich auf das Spiel, egal wie es endet.


Nachtrag: Übrigens bin ich seit kurzem auf Flickr vertreten und habe begonnen, Fotos hoch zu laden. Einige Fotos von der Skandinavienreise sind bereits vorhanden, seht sie euch an...

Saturday, December 01, 2007

Skandinavien Folge XII

Nach einer wiederum kurzen Nacht in Luleå hatten wir uns also entschieden, den ungemütlichen Campingplatz hinter uns zu lassen und machten uns auf den Weg weiter in Richtung Süden, nach Umeå. Nach einer mehr als vierstündigen Busfahrt durch die Nordschwedische Landschaft, ohne jemals durch ein Dorf zu fahren, kamen wir in Umeå an. Leider verliessen wir Bus eine Station zu früh und landeten so auf dem Gelände der Universität von Umeå, ein ganzes Stück weg vom Stadtzentrum. Also war wieder mal eine kleine Wanderung angesagt, was mit dem ganzen Gepäck sehr schnell anstrengend wird.

Auf dem Weg bemerkten wir dann plötzlich, dass wir verfolgt wurden. Eine Horde junger Mädchen ging hinter uns her und versuchten anscheinend, uns irgendwelche Fragen zu stellen. Dummerweise sind wir jedoch der Schwedischen Sprache nicht mächtig und es schien nicht, dass die Mädchen irgendwie verstanden haben, was wir ihnen auf Englisch zu sagen versuchten. Also beschloss mein Cousin, einfach mal ein Foto zu machen. Das Resultat ist unten zu bewundern, es scheint, als wären einige Leute im Norden Schwedens mit der neuen Technik des digital photographierens noch nicht vertraut und als würde ihnen diese Technologie Angst machen...


Jedenfalls haben wir danach doch noch das Stadtzentrum erreicht und schauten uns nach einem Campingplatz um. Der nächste war leider mehr als 10 km von Umeå entfernt und da es bereits nach 19 Uhr war, fuhren keine Busse mehr dahin. Die Jugendherberge indes war bereits geschlossen und es schien, als würden wir festsitzen. Also machten wir uns auf zum Bahnhof, wenn man denn diesen so bezeichnen konnte. Und siehe da, ein einziger Zug verkehrte heute noch. Einer von zwei bis vier Zügen täglich, die hier halten, ein Nachtzug nach Stockholm. Also gönnten wir uns noch ein ausgiebiges Nachtessen im Wartesaal und bestiegen dann den Zug, noch nicht ahnend was für eine äusserst interessante Nacht uns bevorstand. Denn wir hätten natürlich keine Reservation, kein Schlafabteil und nicht einmal eine Garantie auf einen Sitzplatz im Liegewagen. Davon aber das nächste Mal mehr.






Bilder:

  • Deutsche Wertarbeit, Nordschwedische Wälder
  • Typische Landschaft, Fotoscheue Schwedinnen